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Was kostet eine Website 2026? Realer Preis und was ihn bestimmt

8 Min. 22. Juni 2026 Autor:
Mateusz Hauer
Mateusz Hauer
Was kostet eine Website, Kostenübersicht

Was kostet eine Website 2026?

Die ehrliche Antwort lautet: eine Website kann in Deutschland von einigen hundert Euro bis weit über hunderttausend kosten, und beide Zahlen stimmen. Eine einfache Landingpage auf Vorlagenbasis beginnt bei etwa 800 €, eine solide Unternehmenswebsite liegt zwischen 3.000 und 30.000 €, ein individueller Onlineshop oder ein Portal zwischen 20.000 und 150.000 € oder mehr. Die Spanne ist so groß, weil eine Website kein Produkt aus dem Regal ist, sondern eine Leistung, geformt von Umfang, Technik und den Menschen, die sie bauen.

Dieser Leitfaden schlüsselt den Preis so auf, wie wir es in einem echten Angebot tun: nach Website-Typ, nach Umsetzungsweise und nach den laufenden Kosten, die viele vergessen. Dazu kommen aktuelle Stundensätze, die neuen Regeln zur Barrierefreiheit, die jetzt ins Budget gehören, und ein interaktiver Rechner für Ihr eigenes Projekt.

Wichtig vorweg: seriös lässt sich der Preis einer Website nicht in einem Satz nennen, und jeder, der Ihnen ohne Rückfragen eine Pauschale zuruft, rät entweder oder verkauft eine Vorlage von der Stange. Der Preis ergibt sich aus konkreten Entscheidungen, die Sie gemeinsam mit dem Anbieter treffen: wie viele Unterseiten, welches Design, welche Funktionen, wer die Texte schreibt, ob die Seite ranken soll. Genau diese Entscheidungen gehen wir hier der Reihe nach durch, damit Sie am Ende nicht nur eine Zahl kennen, sondern verstehen, warum sie so ausfällt.

Ein zweiter Gedanke, der sich durch den ganzen Artikel zieht: eine Website ist selten eine reine Ausgabe, sondern in den meisten Fällen ein Vertriebskanal. Die Frage lautet deshalb nicht nur „was kostet sie", sondern „was bringt sie zurück". Eine Seite, die kontinuierlich Anfragen liefert, rechtfertigt ein höheres Budget mühelos, während die vermeintlich günstige Lösung teuer wird, wenn sie leer bleibt. Behalten Sie diesen Blickwinkel im Kopf, wenn Sie gleich die Zahlen sehen.

Wovon der Preis einer Website abhängt

Zwei Seiten mit gleich vielen Unterseiten können sich im Preis um das Zehnfache unterscheiden. Am stärksten wirken die Faktoren, die Spezialistenzeit verbrauchen.

Jeder Punkt ist ein Hebel. Nach oben gestellt steigt der Preis aus einem klaren Grund, nach unten geben Sie Leistungsfähigkeit auf. Ein gutes Angebot macht diese Abwägungen sichtbar, statt sie zu verstecken.

Umfang. Die Zahl der Unterseiten und Vorlagen ist der offensichtlichste Treiber. Eine einzelne Landingpage ist an einem Bruchteil der Zeit gebaut, die eine Seite mit dreißig Unterseiten, mehreren Sprachversionen und einem Blog verschlingt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge, sondern die Vielfalt der Layouts: zehn Seiten nach demselben Muster kosten weniger als fünf Seiten, die alle unterschiedlich aufgebaut sind. Wer sein Budget im Griff behalten will, reduziert zuerst die Zahl einzigartiger Vorlagen, nicht zwingend die Zahl der Inhalte.

Design. Hier entscheidet sich, ob Ihre Seite aussieht wie tausend andere oder wie Ihre Marke. Ein angepasstes Fertig-Theme ist schnell und günstig, wirkt aber austauschbar. Ein individuell gestaltetes Interface, vom ersten Wireframe bis zum letzten Zustand eines Buttons, kostet mehr, weil es echte Konzept-, Design- und Abstimmungsstunden verbraucht. Für eine reine Informationsseite mag das Theme genügen, für eine Marke, die sich abheben und Vertrauen aufbauen muss, zahlt sich das eigene Design fast immer aus.

Funktionen. Eine Broschürenseite, die nur informiert, ist die günstigste Kategorie. Sobald Interaktion hinzukommt, steigt der Aufwand sprunghaft: ein Kontaktformular ist trivial, ein Buchungssystem, ein Konfigurator, ein Kundenkonto oder ein Shop mit Zahlungsabwicklung sind eigene kleine Softwareprojekte. Jede dieser Funktionen bringt Logik, Tests und Sonderfälle mit sich, und genau dort verstecken sich die Stunden, die den Preis nach oben treiben.

Integrationen. Kaum eine Website steht heute allein. Sie soll Leads ins CRM schreiben, Newsletter-Anmeldungen an ein E-Mail-Tool übergeben, Zahlungen abwickeln, Termine mit einem Kalender synchronisieren oder Bestände aus einem Warenwirtschaftssystem ziehen. Jede Schnittstelle ist Aufwand, und schlecht dokumentierte oder ältere Systeme kosten überproportional viel Zeit. Eine Integration, die auf dem Papier nach einem Häkchen aussieht, kann in der Praxis mehrere Tage Arbeit bedeuten.

Content. Texte, Fotos und Übersetzungen sind ein Posten, den viele unterschätzen. Liefern Sie fertige, gute Inhalte, sparen Sie spürbar. Sollen Texte professionell geschrieben, Bilder erstellt oder Inhalte in mehrere Sprachen übersetzt werden, ist das zusätzliche Facharbeit. Gerade guter Content entscheidet aber mit darüber, ob die Seite später rankt und verkauft, weshalb Sparen an dieser Stelle oft am falschen Ende ansetzt.

SEO und Performance. Es ist ein Unterschied, ob eine Seite nur existiert oder ob sie von Anfang an auf Sichtbarkeit und Geschwindigkeit gebaut ist: saubere Struktur, sinnvolle Seitenarchitektur, schnelle Ladezeiten, gute Core Web Vitals. Diese Grundlagen kosten beim Bau wenig zusätzlich, nachträglich eingebaut dagegen viel. Eine technisch schnelle, sauber strukturierte Seite ist die Voraussetzung dafür, dass sich Investitionen in Inhalte und Werbung überhaupt auszahlen.

Ein kleines Rechenbeispiel macht das greifbar: dieselbe fünfseitige Unternehmensseite kostet mit angepasstem Theme, selbst gelieferten Texten und ohne Integrationen vielleicht 4.000 €. Mit individuellem Design, professionellen Texten, einer CRM-Anbindung und mehrsprachiger Ausspielung liegt exakt dieselbe Seitenzahl schnell bei 18.000 €. Nicht die Zahl der Seiten hat sich vervierfacht, sondern die Menge an Spezialistenarbeit dahinter.

Website-Typen und Preise

Am klarsten denkt man den Preis nach Website-Typ und Umsetzungsweise. Die Tabelle zeigt realistische Nettopreise für einen Aufbau auf Vorlagenbasis gegenüber einer individuellen Lösung.

Website-TypVorlageIndividuell
Landingpage / Onepager800 – 2.500 €2.500 – 8.000 €
Unternehmenswebsite3.000 – 8.000 €8.000 – 30.000 €
Onlineshop (E-Commerce)4.000 – 12.000 €20.000 – 90.000 €
Portal / Webanwendung10.000 – 25.000 €30.000 – 150.000 €

Die Preise sind netto und decken den Aufbau selbst ab. Inhalte, laufendes SEO und Integrationen verschieben die Endsumme, genau das berücksichtigt der Rechner weiter unten.

Landingpage und Onepager sind für einen einzigen Zweck da: eine Kampagne, ein Produkt, eine Terminbuchung. Für die untere Grenze bekommen Sie eine saubere, mobiloptimierte Vorlage mit Ihren Inhalten. Nach oben hin kommen individuelles Design, überzeugende Texte und eine auf Conversion optimierte Struktur hinzu. Für lokale Dienstleister oder eine gezielte Werbekampagne ist das oft der schnellste Weg zu messbaren Anfragen.

Die Unternehmenswebsite ist der Standard für die meisten Firmen: Startseite, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt, oft ein Blog. Am unteren Ende steht ein solides Theme mit Ihren Inhalten, am oberen eine individuell gestaltete Seite mit durchdachter Nutzerführung, redaktionellem Konzept und SEO-Fundament. Wer die Website als zentralen Vertriebskanal versteht, landet fast immer in der oberen Hälfte der Spanne, weil sich dort Design und Inhalte auszahlen.

Der Onlineshop ist eine eigene Liga, weil zur Website ein komplettes Verkaufssystem hinzukommt: Produktkatalog, Warenkorb, Zahlung, Versand, Steuern, Rechnungen. Eine Standardlösung auf WooCommerce oder Shopify deckt die untere Spanne ab. Sobald viele Produkte, individuelle Prozesse oder Anbindungen an Warenwirtschaft und ERP dazukommen, bewegen Sie sich schnell in den fünfstelligen und darüber hinaus in den individuellen Bereich.

Portale und Webanwendungen schließlich sind keine klassischen Websites mehr, sondern Software mit Weboberfläche: Kundenportale, Buchungsplattformen, Konfiguratoren, interne Tools. Hier zahlen Sie für Logik, Datenmodelle, Rechte und Sicherheit, weshalb die Preise am weitesten streuen. Die untere Grenze markiert ein überschaubares Portal, die obere ein umfangreiches System, das über Jahre weiterentwickelt wird.

Vorlage, individuell oder Baukasten? Drei Wege

Der größte Preistreiber ist nicht die Zahl der Unterseiten, sondern die Art, wie die Seite entsteht. Es gibt drei Wege, und am einfachsten stellt man sie sich als drei Wege zu einem Zuhause vor.

Vorlage

ab 800 €
Wie eine Neubauwohnung
  • Schnell, günstiger, planbar
  • Begrenzt in Änderung und Wachstum
  • Tausende fast gleiche Klone

Individuell

ab 8.000 €
Wie ein Architektenhaus
  • Volle Kontrolle über jedes Detail
  • Optimiert, skalierbar, ohne Grenzen
  • Auf Ihre Ziele und SEO ausgerichtet

Baukasten (Wix)

ab ca. 12 €/Monat
Wie zur Miete
  • Am günstigsten, selbst gemacht
  • Gehört Ihnen nicht wirklich
  • Schwaches SEO und Performance

Baukästen locken mit dem Preis, haben aber harte Grenzen. Laut einer Ahrefs-Analyse erzielt nur ein Bruchteil der mit Wix erstellten Seiten nennenswerten organischen Traffic aus Google, was für ein Unternehmen, das von Anfragen lebt, disqualifizierend sein kann. Eine Vorlage ist ein sinnvoller Kompromiss für den Start, eine individuelle Website eine Investition, die sich über Sichtbarkeit und Umsatz auszahlt. Die richtige Wahl hängt davon ab, ob die Seite nur existieren oder tatsächlich verdienen soll.

Wussten Sie schon

WordPress betreibt mehr als 40 Prozent aller Websites und ist mit Abstand das beliebteste Content-Management-System. Diese Verbreitung hat eine Kehrseite: die Plugins, mit denen Vorlagenseiten erweitert werden, sind zugleich das häufigste Einfallstor für Angriffe.

Quellen: W3Techs (CMS-Verbreitung), Ahrefs (organischer Traffic von Baukasten-Seiten). Zugriff: Juli 2026.

Die Analogie trägt weiter, als es zunächst scheint. Eine Vorlage ist wie eine Neubauwohnung: Sie ziehen schnell ein, es ist bezahlbar und funktioniert, aber tragende Wände versetzen Sie nicht. Wächst Ihr Bedarf über das vorgesehene Maß hinaus, stoßen Sie an Grenzen, die im System angelegt sind. Für viele kleinere Vorhaben ist das völlig in Ordnung, solange Sie wissen, dass Sie Komfort gegen Flexibilität tauschen.

Die Individuallösung ist das Architektenhaus: teurer und langsamer im Bau, dafür auf Ihre Abläufe zugeschnitten und praktisch ohne Wachstumsgrenze. Sie besitzen den Code, können jede Funktion ergänzen und die Seite über Jahre an neue Anforderungen anpassen. Für eine Website, die ein zentraler Teil des Geschäfts ist, ist diese Kontrolle in der Regel den Aufpreis wert, gerade weil sich SEO, Performance und Sonderfunktionen ohne Umwege umsetzen lassen.

Der Baukasten ist die Miete: am günstigsten im Einstieg, ohne eigenen Aufwand, aber es gehört Ihnen nicht. Kündigen Sie das Abo, ist die Seite weg, und einen Umzug zu einem anderen System gibt es faktisch nicht. Hinzu kommen die bekannten Schwächen bei SEO, Ladezeit und individueller Gestaltung. Für eine private Seite oder einen schnellen Test ist das akzeptabel, für ein Unternehmen, das planbar Kunden gewinnen will, selten.

Wann also welcher Weg? Als Faustregel: Baukasten für den unverbindlichen Start oder ein Nebenprojekt, Vorlage für ein begrenztes Budget mit klaren Anforderungen und ohne große Wachstumspläne, Individuallösung, sobald die Website geschäftskritisch ist, sich abheben soll oder mit dem Unternehmen mitwachsen muss. Der teuerste Fehler ist, mit dem günstigsten Weg zu starten und ihn ein Jahr später komplett zu ersetzen, weil man von Anfang an mehr gebraucht hätte.

Stundensätze für Design und Entwicklung

Ein Teil jedes Angebots sind schlicht die Kosten für Spezialistenzeit. Orientierende Sätze für Deutschland 2026 erklären, woher die Unterschiede kommen.

RolleJuniorMid / Senior
Webdesign (€/Std.)50 – 90 €100 – 180 €
Entwicklung (€/Std.)60 – 100 €110 – 180 €
Freelancer, gemischt (€/Std.)60 – 120 €
Agentur, gemischt (€/Std.)90 – 180 €
SEO-Betreuung (€/Monat)500 – 2.000 €

Deshalb kostet eine Seite auf Basis von Senior-Zeit und individuellem Design ein Vielfaches gegenüber einer Person, die eine Vorlage konfiguriert. Das ist kein Aufschlag, sondern die Menge an Facharbeit, direkt in Preis übersetzt.

Warum kostet ein Senior das Doppelte oder mehr eines Juniors, wenn am Ende beide Code schreiben? Weil Erfahrung Zeit spart und Risiko senkt. Ein erfahrener Entwickler trifft in Stunden Entscheidungen, für die ein Anfänger Tage braucht, er kennt die Fallstricke, baut wartbaren Code und vermeidet teure Fehler, die sich erst nach dem Launch zeigen. Der höhere Stundensatz kauft also nicht nur schnellere Arbeit, sondern weniger Nacharbeit und eine Seite, die auch in zwei Jahren noch sauber erweiterbar ist.

Für die Praxis heißt das: rechnen Sie ein größeres Projekt grob in Personentagen. Eine solide Unternehmensseite bewegt sich je nach Anspruch zwischen fünfzehn und vierzig Personentagen, verteilt auf Konzept, Design, Entwicklung, Inhalte und Tests. Multiplizieren Sie das mit dem Tagessatz des Teams, und Sie verstehen sofort, warum dieselbe Seite bei einem günstigen Freelancer und einer erfahrenen Agentur so unterschiedlich ausfällt. Die entscheidende Frage ist nicht der Stundensatz allein, sondern wie viele Stunden jemand für ein gutes Ergebnis braucht.

Barrierefreiheit (BFSG) als neuer, oft verpflichtender Kostenfaktor

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das den European Accessibility Act umsetzt. Es betrifft viele Unternehmen, insbesondere im B2C und E-Commerce. In der Praxis bedeutet das Konformität mit dem Standard EN 301 549 beziehungsweise WCAG 2.1 AA: ausreichender Kontrast, Bedienbarkeit per Tastatur, Alternativtexte sowie eine korrekte Überschriften- und Formularstruktur.

Das ist eine reale, relativ neue Position im Budget, die viele ältere Angebote schlicht ignoriert haben. Von Anfang an eingeplant kostet sie wenig, an eine fertige Seite angebaut kann sie teuer werden. Fragen Sie beim Angebotsvergleich direkt, ob Barrierefreiheit enthalten ist, denn für immer mehr Unternehmen ist sie keine Option mehr, sondern Pflicht.

Wen betrifft das konkret? Das BFSG zielt vor allem auf Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher, darunter Onlineshops, Banking, Buchungs- und Ticketing-Portale sowie viele B2C-Angebote. Kleinstunternehmen sind bei bestimmten Dienstleistungen ausgenommen, doch die Grenze ist schmal, und der Trend geht klar in Richtung mehr Verpflichtung, nicht weniger. Selbst wo keine strikte Pflicht besteht, ist eine barrierefreie Seite ein Vorteil: sie erreicht mehr Menschen und wird von Google tendenziell besser bewertet.

Technisch bedeutet Barrierefreiheit eine überschaubare, aber konsequente Liste: ausreichender Farbkontrast, vollständige Bedienbarkeit per Tastatur, aussagekräftige Alternativtexte für Bilder, eine logische Überschriftenstruktur, beschriftete Formularfelder und klar erkennbare Fokuszustände. Nichts davon ist exotisch, aber alles muss von Anfang an mitgedacht werden. Genau darin liegt der Kostenunterschied: in eine Seite, die von Grund auf richtig strukturiert ist, kostet Barrierefreiheit wenig zusätzlich. Wird sie nachträglich in eine fertige, nicht dafür gebaute Seite eingezogen, müssen Vorlagen, Komponenten und teils das ganze Markup überarbeitet werden, und aus einem kleinen Posten wird ein eigener Auftrag.

Freelancer oder Agentur, Kosten und Risiko

Wer die Seite baut, verändert Preis und Risikoprofil. Keine Option ist grundsätzlich besser, sie passen zu unterschiedlichen Projekten.

FreelancerAgentur
Typische KostenNiedrigerHöher
KapazitätEine Person, begrenztEin Team über Disziplinen
KontinuitätEin-Personen-RisikoProzess und Vertretung
Am besten fürKleine, klar umrissene ProjekteGeschäftskritische, größere Vorhaben
Support nach LaunchJe nach VerfügbarkeitVertraglich, laufend

Ein Freelancer passt gut zu einer kleineren, klar umrissenen Seite mit knappem Budget. Eine Agentur rechtfertigt ihren höheren Preis, wenn die Seite geschäftskritisch ist, mehrere Kompetenzen braucht und sich nach dem Launch weiterentwickeln muss.

Hinter der Preisfrage steht vor allem eine Risikofrage. Bei einem Freelancer arbeiten Sie mit einer einzigen Person: das ist unkompliziert und direkt, bedeutet aber einen Bus-Faktor von eins. Wird diese Person krank, überlastet oder nimmt einen größeren Auftrag an, steht Ihr Projekt still. Auch nach dem Launch hängt der Support an ihrer Verfügbarkeit, und wenn der Kontakt abreißt, stehen Sie mit einer Seite da, die niemand mehr kennt. Für kleine, klar umrissene Vorhaben ist dieses Risiko oft vertretbar, für geschäftskritische Seiten nicht.

Eine Agentur kostet mehr, verteilt das Risiko aber auf ein Team. Fällt jemand aus, übernimmt eine andere Person, es gibt Prozesse, Dokumentation und vertraglich zugesagten Support. Dazu kommt die Bandbreite an Kompetenzen: Konzept, Design, Entwicklung, SEO und Redaktion aus einer Hand, ohne dass Sie mehrere Dienstleister koordinieren müssen. Der Aufpreis ist im Kern eine Versicherung gegen Ausfall und ein Gewinn an Kontinuität. Die ehrliche Antwort lautet deshalb: für die schnelle, günstige Seite kann ein guter Freelancer ideal sein, für die Seite, von der Ihr Umsatz abhängt, ist die Struktur einer Agentur meist das kleinere Risiko.

Laufende Kosten: Hosting, Domain und Pflege

Der Aufbau ist einmalig, aber eine Website hat laufende Kosten, die von Anfang an ins Budget gehören.

Pflege zu sparen ist eine Milchmädchenrechnung. Eine ungepflegte Seite veraltet, wird zum Sicherheitsrisiko und verliert langsam Rankings, und all das auf einmal zu reparieren kostet mehr als stetige Betreuung.

Ein genauerer Blick auf die Posten lohnt sich. Beim Hosting unterscheidet man grob zwischen günstigem Shared Hosting, bei dem sich viele Seiten einen Server teilen, und Managed Hosting, bei dem sich der Anbieter um Updates, Sicherheit und Geschwindigkeit kümmert. Für eine einfache Seite genügt Ersteres, für einen Shop oder eine traffikstarke Seite ist Managed Hosting die bessere Wahl, weil Ausfälle und langsame Ladezeiten direkt Umsatz kosten.

Die Domain ist mit acht bis fünfzehn Euro im Jahr der kleinste Posten, sollte aber immer Ihnen gehören und nicht dem Dienstleister, sonst geraten Sie in Abhängigkeit. Das SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung ist heute über Let's Encrypt in der Regel kostenlos und bei den meisten Hostern automatisch enthalten, ein separater kostenpflichtiger Posten ist selten nötig.

Der wichtigste laufende Posten ist die Pflege. Dahinter stecken regelmäßige Updates von System und Erweiterungen, automatische Backups, Sicherheitsüberwachung und kleine inhaltliche Änderungen. Gerade bei Vorlagenseiten mit vielen Plugins sind Updates kein Luxus, sondern Schutz, denn veraltete Erweiterungen sind das häufigste Einfallstor für Angriffe. Wer diese fünfzig bis dreihundert Euro im Monat spart, spart am Fundament und zahlt im Schadensfall ein Vielfaches.

Website-Angebote richtig vergleichen

Ein günstiges und ein teures Angebot beschreiben oft völlig Unterschiedliches. Bevor Sie die Zahlen vergleichen, vergleichen Sie den Umfang. Stellen Sie jedem Anbieter dieselben Fragen:

Ist der Umfang gleich, werden die Preise vergleichbar. In neun von zehn Fällen ist ein verdächtig günstiges Angebot günstig, weil etwas Wichtiges fehlt.

Was ist enthalten. Prüfen Sie, ob Design, Inhalte, Tests, Schulung und ein paar Korrekturschleifen im Preis stecken oder als Zusatz später berechnet werden. Zwei Angebote sind erst vergleichbar, wenn sie denselben Leistungsumfang beschreiben.

Wem gehören Code und Design. Klären Sie ausdrücklich, ob Sie nach der Bezahlung Eigentümer der Seite sind und den Code mitnehmen können. Bei manchen Anbietern bleibt die Seite an deren System oder Lizenz gebunden, und ein Wechsel ist faktisch ausgeschlossen.

CMS und Lizenzen. Fragen Sie, welches System eingesetzt wird und ob laufende Lizenzkosten für Themes oder Plugins anfallen. Ein Angebot ohne diese Folgekosten kann später teurer sein als eines, das sie von Anfang an ausweist.

SEO-Grundlagen. Eine Seite ohne saubere Struktur, schnelle Ladezeiten und durchdachte Architektur startet mit einem Nachteil, den späteres Marketing teuer ausgleichen muss. Diese Grundlagen sollten Teil jedes ernsthaften Angebots sein.

Barrierefreiheit. Ist WCAG-Konformität enthalten oder nicht? Angesichts des BFSG ist das kein Detail mehr, sondern kann über die rechtliche Sicherheit Ihrer Seite entscheiden.

Support und SLA. Was passiert nach dem Launch, wie schnell wird auf Probleme reagiert, gibt es feste Reaktionszeiten? Eine Seite ist kein abgeschlossenes Produkt, sondern braucht Betreuung, und diese sollte im Angebot benannt sein.

Versteckte Kosten. Achten Sie auf Posten, die gern erst nach Auftragserteilung auftauchen: zusätzliche Sprachen, Content-Erstellung, Integrationen, Nachschulungen. Ein gutes Angebot benennt diese Punkte offen, statt sie später nachzureichen.

Wann eine billige Website teuer wird

Es gibt einen ehrlichen Satz, den wir jedem Interessenten sagen: Der Preis einer Website ist nicht das, was Sie bei der Bestellung zahlen, sondern das, was sie über ihre Lebensdauer kostet. Eine sehr günstige Seite ist fast immer eine generische Vorlage mit dünnen Inhalten, ohne SEO-Fundament und ohne Support. Sie sieht am ersten Tag akzeptabel aus, doch sie rankt nicht, sie wandelt Besucher nicht in Anfragen um und niemand kümmert sich um Updates.

Die Rechnung geht dann meist so: Nach einem Jahr merken Sie, dass die Seite keine Kunden bringt, dass sie langsam ist, auf dem Handy schlecht funktioniert und in Google nicht auftaucht. Sie lassen sie neu bauen, diesmal richtig. Unterm Strich haben Sie zweimal bezahlt, dazu ein Jahr verlorener Anfragen, das sich nie zurückholen lässt. Die vermeintliche Ersparnis war die teuerste Entscheidung im ganzen Projekt.

Das heißt nicht, dass teuer automatisch gut ist. Es heißt, dass Sie den Preis immer gegen das Ziel der Seite halten sollten. Soll sie nur existieren, etwa als digitale Visitenkarte, ist eine schlanke, günstige Lösung völlig richtig. Soll sie planbar Kunden gewinnen, ist Sparen am Fundament die falsche Stelle. Die klügste Frage ist nicht „wie komme ich möglichst billig zu einer Seite", sondern „welches Budget bringt mir die Seite, die ich tatsächlich brauche".

Website-Kostenrechner

Statt zu raten, wählen Sie den Typ der Seite, die Umsetzungsweise und die Extras. Der Rechner zeigt eine orientierende Spanne. Er läuft vollständig in Ihrem Browser und ist nur eine Schätzung, kein Angebot.

Nutzen Sie ihn als Ausgangspunkt für ein Gespräch, nicht als letztes Wort. Die Spanne zeigt Ihnen die Größenordnung und hilft, ein Budget einzuordnen, bevor Sie Angebote einholen. Den genauen Preis bestimmt erst der konkrete Umfang: die Zahl der Vorlagen, die Tiefe der Funktionen, die Qualität der Inhalte und die Anbindungen an Ihre bestehenden Systeme. Wenn Sie mögen, schildern Sie uns Ihr Vorhaben, und Sie erhalten statt einer Spanne ein klar aufgeschlüsseltes Festangebot.

Website-Typ
Landing / Onepager
Unternehmenswebsite
Onlineshop
Portal / Webanwendung
Ausführung
Vorlage
Individuell
Anzahl Unterseiten
bis 5
6 bis 15
16 bis 30
über 30
Zusatzfunktionen
0160.000+ €
Orientierende Umsetzungskosten (netto). Der endgültige Preis hängt vom Umfang ab, für ein genaues Angebot sprechen Sie uns an.

FAQ, häufige Fragen

Was kostet eine Website 2026 insgesamt?

Auf Vorlagenbasis beginnt eine Landingpage bei etwa 800 €, eine Unternehmenswebsite kostet 3.000 bis 8.000 € und ein Onlineshop 4.000 bis 12.000 €. Individuell, also maßgeschneidert, steigt eine Unternehmenswebsite auf 8.000 bis 30.000 € und ein Shop oder Portal auf 20.000 bis 150.000 € und mehr.

Was verlangt eine Agentur für eine Website?

In Deutschland liegen Agenturstundensätze 2026 meist bei 90 bis 180 €, während erfahrene Freelancer 60 bis 120 € berechnen. Deshalb kostet ein individueller, gestalterisch anspruchsvoller Aufbau ein Vielfaches der Konfiguration einer fertigen Vorlage.

Reicht ein Baukasten wie Wix für ein Unternehmen?

Für eine einfache Visitenkarte oder zum Testen einer Idee ja. Für ein Unternehmen, das auf Kundengewinnung angewiesen ist, meist nicht: Baukästen haben schwächeres SEO, begrenzten Spielraum zum Wachsen und die Seite gehört Ihnen nicht wirklich. Analysen zeigen, dass nur ein Bruchteil der Wix-Seiten nennenswerten organischen Traffic aus Google erzielt.

Vorlage oder Individuallösung, was lohnt sich mehr?

Eine Vorlage ist günstiger und schneller, aber in SEO und Ausbau begrenzt. Eine individuelle Website kostet mehr, bietet aber volle Kontrolle, bessere Performance und erfüllt Ihre Geschäftsziele. Für eine Seite, die Umsatz bringen soll, amortisiert sich die Individuallösung trotz höherem Startpreis meist schneller.

Muss ich Barrierefreiheit (WCAG) einkalkulieren?

Zunehmend ja. Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für viele Unternehmen, etwa im B2C und E-Commerce. Von Anfang an eingeplant kostet Barrierefreiheit wenig, nachträglich an eine fertige Seite angebaut kann sie teuer werden.

Was kostet eine WordPress-Website?

Eine WordPress-Website reicht von rund 2.000 € für eine leicht angepasste Vorlage bis 30.000 € und mehr für ein individuelles Theme mit erweiterten Funktionen. Eine typische Agentur-Unternehmenswebsite auf WordPress liegt bei etwa 4.000 bis 12.000 €.

Wie hoch ist der Stundensatz für Webdesign oder Entwicklung?

Als Orientierung 2026: ein Junior berechnet etwa 50 bis 90 €, ein Senior 100 bis 180 € pro Stunde. Ein individuelles Projekt mit erfahrenen Spezialisten kostet daher deutlich mehr als das Konfigurieren einer Vorlage durch eine Person.

Was kostet die laufende Pflege einer Website?

Die laufende Betreuung liegt je nach Umfang bei 50 bis 300 € pro Monat, dazu Hosting ab wenigen Euro monatlich und eine Domain für 8 bis 15 € pro Jahr. Einzuplanen sind Updates, Backups, Sicherheit und kleine Änderungen.

Warum sind billige Websites langfristig oft teuer?

Eine sehr günstige Seite bedeutet oft eine generische Vorlage, dünne Inhalte, schwaches SEO und keinen Support. Sie später ordentlich neu aufzubauen kostet meist mehr, als es von Anfang an richtig zu machen, zuzüglich der in der Zwischenzeit verlorenen Anfragen.

Freelancer oder Agentur, was soll ich wählen?

Ein Freelancer ist günstiger und passt für ein kleineres, klar umrissenes Projekt, birgt aber ein Ein-Personen-Risiko. Eine Agentur kostet mehr, bringt aber ein Team, Prozesse und Kontinuität. Richten Sie die Wahl nach Projektgröße und Geschäftskritikalität aus.

Sie sind unsicher, welches Budget zu Ihrem Projekt passt? Sagen Sie uns, was Sie brauchen, und Sie bekommen ein klares, aufgeschlüsseltes Angebot. Sehen Sie sich unser Webdesign, unsere Webentwicklung, unsere CRM-Software und Automatisierung mit KI an, stöbern Sie in unseren Case Studies oder fragen Sie ein Angebot an.

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Mateusz Hauer
Mateusz Hauer
Gründer, Hauer Power
Ich entwickle KI-Systeme und Automatisierungen für Arztpraxen, Kliniken und Life-Sciences-Unternehmen. Bei der Entscheidung zwischen Fertig-Tool und Individuallösung beginnen wir immer mit den Prozessen, die am meisten Zeit kosten, und rechnen den ROI vor der Investition durch. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Praxis anfangen sollte, sprechen wir gerne.